„Studieren? lch?" - Mentoring als erfolgreicher Baustein der Studienorientierung bei Schülerinnen und Schülern

Florian Finkler, Michael Czernik, Gunnar Müller

Gutes Abitur - gute Berufschancen? Ganz so einfach ist es nicht. Nicht erst seit PISA wissen wir: Für Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne akademischen Hintergrund ist ein guter Schulabschluss noch lange keine Garantie für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Mit diesen Beobachtungen startete das Mentoring-Projekt „Neue Wege in den Beruf" im Schuljahr 2007/2008 im Ruhrgebiet und wurde bis Mitte 2011 ausgeweitet und in 19 Städten und an 41 Schulen in NRW umgesetzt. Seit dem Schuljahr 14/15 ist Mentoring fester Bestandteil des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums Remscheid.

Beim Mentoring wird eine Beratungs- und Unterstützungsbeziehung zwischen einer erfahrenen Persönlichkeit als Mentor (Akademiker aus unterschiedlichen Berufsfeldern, z. B. Arzt, Lehrer, Ingenieur, Journalist, Jurist) und einer weniger erfahrenen Persönlichkeit als Mentee (Schüler/-in) aufgebaut. Der Mentor hilft dabei, schulische, berufliche und persönliche Ziele zu formulieren, Kompetenzen zu erkennen und Schritte einzuleiten, um diese Ziele zu erreichen. Durch die Begleitung eines Mentors erhalten die Jugendlichen Unterstützung und Beratung in schulischen und vor allem beruflichen Fragen, da Kenntnisse über akademische Berufe sowie Studienangebote bei Schülerinnen und Schülern aus Elternhäusern ohne akademische Ausbildung oftmals nur rudimentär vorhanden sind.