Wir wissen, um Leistungen zeigen zu können, sind Voraussetzungen notwendig. Frau Dr. Fischer-Ontrup geht es in ihrem Vortrag nicht nur um messbare Intelligenz und Begabung, sondern sie benennt Faktoren, die den Lern- und Entwicklungsprozess gleichermaßen beeinflussen.

Hier bezieht sich die Dozentin zum Beispiel auf Renzulli, der Mut oder Leidenschaft für ein Thema ebenso für wichtig hält oder Sternberg, der die Fähigkeit zur Selbstmotivation und Ausdauer für die  Entfaltung von individuellen Begabungen eine Bedeutung zuordnet.

Persönlichkeits- und Umweltfaktoren haben ebenso Einfluss auf das Lernen. Im schulischen Kontext spielt das individuelle Lernen eine wichtige Rolle. Erst durch eine Individuelle Förderung, bei der Potentiale von der Lehrperson „in den Blick“ genommen werden, können Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Lernprozess entwickeln.

Diesen Prozess erläutert Frau Fischer-Ontrup an einem „Lernprozessmodell“ von Prof. Dr. Christian Fischer, welches die Mechanismen veranschaulicht, die notwendig sind, um Begabung in Leistung umzuwandeln.

Bei der Individuellen Förderung haben die Lehrerinnen und Lehrer die Aufgabe, den „kommunikativen Prozess“ von der Diagnose zur Förderung bis zur Evaluation zu begleiten.

Um eine gelingende und den individuellen Lernprozess unterstützende Kommunikation in Schule herstellen zu können, wurden zum Schluss erprobte Arbeitsblätter vorgestellt. Dazu gehörte ein  „individueller Entwicklungsplan“, Unterlagen, wie ein Beratungsgespräch erfolgreich ablaufen und mit welchen Fragen die Lehrperson die Schülerinnen und Schüler ganzheitlich ansprechen kann, um  gemeinsam Handlungsschritte zu entwickeln.

Das abschließende Feedback zeigte, dass die Materialien und das vermittelte Wissen in unterschiedlichen Schulen ganz sicher zum Einsatz kommen werden.

 

Barbara Wolff, Landesredaktion „Zukunftsschulen NRW“