Eröffnung

Die Moderatorin Frau Dr. Saskia Erbring  gab zunächst einen kurzen Überblick über den Ablauf des Workshops, der sich in vier Phasen (1. Einstieg, 2. Gruppenbildung, 3. Arbeitsphase, 4. Reflexion) gliederte.

1. Einstieg

Zunächst stellte sich Frau Dr. Erbring kurz vor und stellte dann den Teilnehmenden gleich zu Beginn eine ganz einfache Frage, über die sie mit ihrem Nachbarn sprechen sollten. Die Frage lautete: „Wo haben Sie in dieser Woche Ihr persönliches schulisches Highlight gehabt?“ Vielleicht, so Frau Dr. Erbring, ist das schon eine Strategie zur gesunden Kommunikation, die Sie aus diesem Workshop mitnehmen können.

Ziel dieser Frage war es, die Teilnehmenden aus der Problemtrance (z. B. Teilnahme an den Programmpunkten der Landestagung, die zum Nachdenken angeregt haben, „Suppenkoma“) herauszuholen und in eine Lösungshaltung (Ich kann es schaffen!!) zu versetzen, denn nur eine Lösungshaltung sei gesundheitsfördernd und trage zur Lösungsfindung bei.

2. Gruppenbildung

Die Moderatorin bat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich nach der Größe ihres Kollegiums aufzustellen. Damit die Aufstellung gelang, mussten die Teilnehmer miteinander sprechen und lernten sich auf diese Weise kennen.

Die Zuteilung erfolgte durch „Durchzählen“ nach dem Prinzip 1-2-3-4, 1-2-3-4, wobei jeder Teilnehmer eine Nummer bekam und die Person mit der jeweils gleichen Zahl sich dann in dieselbe Gruppe zusammenfinden musste.

3. Arbeitsphase

Zu Beginn legte die Moderatorin zwei Regeln für die Arbeitsphase fest:

1. Regel: Es darf nicht über das Problem gesprochen werden, sondern nur über die Lösung. Wenn das nicht mehr gelingt, dann darf das Problem zurückgebracht und ein neues Problem geholt werden.

2. Regel: Das Problem bringt immer ein anderer Gruppenteilnehmer zurück, damit jeder Teilnehmernde die Möglichkeit hat, ein Problem auswählen zu können, das relevant für ihn selbst ist.

Ein Gruppenmitglied holte das Blatt mit der Problemstellung. Sodann nannten die Teilnehmenden spontan ihre Ideen zur Lösungsfindung. Alle Lösungen wurden auf dem Blatt protokolliert.

4. Reflexion

Übereinstimmend bewerteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die in der Arbeitsphase eingesetzte Methode der lösungsorientierten Kommunikation als insgesamt sehr positiv, da sie sehr schnell und wirksam zu einer echten Lösung der Probleme führt, da man sich viel mehr mit dem beschäftigt, was möglich ist, anstatt das Problem ausgiebig zu besprechen.

Außerdem wurde diese Methode von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als gesundheitsfördernd angesehen, da die Teilnehmenden in der Arbeitsphase selbst erlebt haben, dass das Denken und Handeln in Lösungen viel weniger Stress verursacht und das eigene Wohlbefinden steigert.

Eine Teilnehmerin betonte noch einmal, dass es enorm wichtig sei, von einer Stresshaltung in eine Lösungshaltung zu kommen, denn nur so könnten sich kreative Ideen und neue Wege entfalten und öffnen.

Abschließend wurde mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch gemeinsam überlegt, wie man mit den Ergebniszetteln aus der Arbeitsphase weiterarbeiten könnte. Hier wurden folgende Möglichkeiten der Weiterarbeit genannt: Aushängen der Liste am Schwarzen Brett, Fortsetzen der Liste mit weiteren Ideen zur Lösung, Prioritäten finden, Schreibgespräch/kollegiale Beratung, Orte für Probleme/Lösungen.

 

Bericht von Christoph Demmer