Im Vortrag von Dr. Norbert Posse ging es um die zentrale Frage, was hat Evaluation mit dem Thema Gesundheit zu tun. Zu Beginn seiner Überlegungen stellte er neben der allgemeinen Definition auch die Funktion von Evaluation vor. Da Lernen immer etwas mit dem Faktor Wohlfühlen zu tun hat, egal ob auf Schüler-oder Lehrerseite, ermöglicht der Evaluationsprozess die Steuerung und Bewertung schulischer Entscheidungen. Dem wertschätzenden Schulklima kommt damit eine große Bedeutung zu.

Eine sinnvoll eingesetzte Evaluation hat folgende Kriterien zu erfüllen:  Sie muss

  1. für alle Beteiligten verstehbar sein.
  2. im schulischen Kontext stehen.
  3. mit den zur Verfügung stehenden Methoden machbar sein.
  4. für alle Beteiligten einen Gewinn aufzeigen.

Eine unabdingbare Voraussetzung ist dabei die „gemeinsame Folie“ von pädagogischem Verständnis. Das zentrale Ziel pädagogischen Handelns ist erfolgreiches Lernen, das gegenseitige Hilfe und Unterstützung nutzt. Dabei ist die Übernahme von Verantwortung für die Qualität sowohl als Person als auch für das schulische System und die Veränderungsbereitschaft aller am Prozess Beteiligter notwendig.

Die positiven Nebenwirkungen, die sich durch die Evaluation ergeben, tragen dazu bei, dass die Schule in ihrer Entwicklung voranschreitet.

Dr. Posse verglich den schulischen Evaluationsprozess mit einem Navigationsgerät, das neben dem Standort- auch eine Zielbestimmung anzeigt, die erfolgreich angestrebt werden soll. Widerstände gegen Evaluation entstehen vorrangig dann, wenn eine mangelnde Transparenz für die Beteiligten vorliegt. Von daher ist die Wertschätzung das entscheidende Kriterium, damit Evaluation gelingt und zu einem wirksamen Werkzeug in der Schulentwicklung wird.

 

Kontakt: norbert@posse.de