Konzepte und Formate individueller Förderung von hochbegabten Schülerinnen und Schülern:

Gängige Konzepte und Formen der Begabtenförderung (wie zum Beispiel Enrichment, Wettbewerbe, Akademien, Förderkurse, Drehtürmodelle, Formen der Lernzeitverkürzung) bedürfen der Aktualisierung und Anpassung an die jeweiligen schulischen Kontexte.

Darüber hinaus führen Veränderungen der Rahmenbedingungen im Schulsystem (Zentralabitur, Lernstandserhebungen, G 8, frühzeitige Einschulung, zunehmende Durchlässigkeit im System) zur notwendigen Neubestimmung und Weiterentwicklung dieser Formen der Begabtenförderung.

Dieses Modul greift erfolgreiche schulische Lösungen auf und systematisiert und dokumentiert diese im Sinne einer Handreichung „Instrumente der Begabtenförderung“.

Schillernde Projekte der Individuellen Förderung

Das Bochumer Gymnasium Schiller-Schule findet seit vielen Jahren eigene, innovative Wege der Individuellen Förderung und Anerkennungskultur. Die "Schillernden Projekte" fanden 2015 zum zweiten Mal statt. Als Referenzschule im Netzwerk "Zukunftsschulen NRW" teilt die Schiller-Schule ihre Erfahrungen mit Interessierten und lädt zum Nachahmen ein.

Es folgt ein Bericht der Schule, der der Redaktion der „Zukunftsschulen NRW“ zur Verfügung gestellt wurde und für den wir uns herzlich bedanken.

Förderkonzept des Dietrich Bonhoeffer-Gymnasiums in Wiehl 

Dem Förderkonzept liegt ein dynamischer Begabungsbegriff zugrunde, also die Vorstellung von einer sich verändernden, entwicklungsfähigen Begabung, die gezielt gefördert werden kann.

Das Angebot der Begabungsförderung richtet sich prinzipiell an alle Schülerinnen und Schüler. Die Schule geht von einem weiten Spektrum an möglichen Begabungen  aus, so z.B. intellektueller, künstlerisch-kreativer,  psychomotorischer oder sozialer Ausprägung und will im Rahmen des Fördermodells insbesondere die Kinder fördern, bei denen ein Bedarf nach Förderung neben dem Fachunterricht oder über diesen hinaus vermutet werden kann. Die Schule bietet ein breites Spektrum an Fördermöglichkeiten, die Angebote sind schulintern sehr gut vernetzt (Beratung, SuS+Eltern, außerschulische Angebote)

Förderkonzept (PDF)

Hippos-Konzept der August-Dicke-Schule Solingen

In der Jahrgangsstufe 9 werden ca. 2-3 Schülerinnen und Schüler pro Klasse nach einer vierwöchigen Diagnosephase ausgewählt, um an einem Drehtürmodell teilzunehmen. Dem Konzept beigefügt sind der Diagnosebogen, Elterninformationen und das Logbuch, das der Selbstrefelexion der teilnehmendem Schülerinnen und Schüler dient.

Gymnasium Stift Keppel, Konzept der schulischen Förderung im ländlichen Umfeld- Erfahrungsbericht nach 13 Jahren

Enrichmentangebote  im ländlichen Raum sind oft aufgrund von schwierigen Bedingungen kaum durchführbar. Das hier gezeigte Konzept zeigt, wie es dennoch gelingen kann, wenn Schulen und Organisationen in abgelegenen Regionen sich zu Verbünden zusammenschließen und gezielte Angebote für Schülerinnen und Schüler mit Begabungen unterbreiten.

Förderkonzept des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, Remscheid                

Im Ernst-Moritz- Arndt- Gymnasium versteht man Förderunterricht nicht als Additum an den Regelunterricht am Nachmittag, sondern ist bemüht, individuelle Förderung als Teil des Regelunterrichts zu verstehen. Das Förderkonzept beruht auf zwei Säulen, neben dem Ausgleich von Defiziten ist ein wichtiger Schwerpunkt die Annahme, dass alle Schülerinnen und Schüler Begabungen haben und über kognitive, soziale, künstlerisch-kreative, sprachliche, mathematische, sportliche und technische Kompetenzen verfügen, di9e in den Förderbändern der Klasse 5 und 6 erkannt und gefördert werden.

Förderkonzept (PDF)

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