Anmeldung: Netzwerkworkshop

PD Dr. Claudia Hartmann-Kurz: „Im Kompetenzbereich Schreiben arbeite ich gerade im Lernfortschritt 4“. Pädagogische Diagnostik als lernbegleitendes Prinzip in der Schule

Datum: 04.03.2016
Beginn: 10 Uhr

Ort:
QUA-LiS
Paradieser Weg 64
59494 Soest

Ausgehend von einer begrifflichen Klärung des übergeordneten Konstruktes „Pädagogische Diagnostik“ werden im Rahmen des Workshops spezifische Formen, aber auch Grenzen einer Lernprozessdiagnostik aufgezeigt. Wir werden der Frage nachgehen, inwieweit diagnostisches Handeln von Lehrkräften geprägt ist von der diagnostischen Kompetenz seiner Akteure. In diesem Kontext werden empirische Studien zu diagnostischer Kompetenz rezipiert und zur Beantwortung der Frage herangezogen, über welche Fähigkeiten und Fertigkeiten kompetente Diagnostiker in der Schule verfügen sollten:

Während die Leistungsdiagnostik den aktuellen Lernstand von Schülerinnen und Schülern erhebt, auf dessen Grundlage Qualifikationen zugewiesen werden, sollen im Rahmen der Lernprozessdiagnostik Strukturen und Abläufe beim Lernen erkenn- und interpretierbar werden. Mit der Frage wie etwas gelernt wird, eröffnet die Lernprozessdiagnostik Möglichkeiten für die Analyse individueller Lernfortschritte und schafft damit die Basis für eine gezielte individuelle Unterstützung.

Im Workshop werden die konkreten Handlungsfelder vorgestellt, die eine Lernprozessdiagnostik kennzeichnen. Die unterschiedlichen Perspektiven (Sicht der Lehrkraft, Sicht der Lernpartnerin bzw. des Lernpartners, Sicht der Eltern und insbesondere die Sicht der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers auf das eigene Lernen) werden durch ein Konzept aus dem anglo-amerikanischen Raum abgebildet, für das bislang kein Pendant im deutschsprachigen Raum existiert. Die Differenzierung in Assessment FOR Learning“, „Assessment AS Learning“ und „Assessment OF Learning“ erlaubt nicht nur die Strukturierung der Perspektiven und Akteure sondern auch die funktionale Zuordnung verschiedener Instrumente der Lernprozessdiagnostik.

Die Vorstellung spezifischer Instrumente versteht sich als Unterstützung für alle, die Lernvoraussetzungen, Lernprozessen und Lernergebnissen auf der Spur sind, um Informationen für das weitere Lernen zu gewinnen – also für Lehrkräfte und Lernende, denn Lernprozessdiagnostik ist immer ein kooperativer dialogischer Prozess aller Beteiligten.

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