Referenzschulprofil des Evangelischen Gymnasiums Werther

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Das Evangelische Gymnasium Werther (EGW) wurde erstmalig 1855 erwähnt. Seit 1973 haben die Eltern als Mitglieder eines Schulvereins die Trägerschaft der Schule von der Evangelischen Kirche übernommen. Zunächst war das EGW ein Progymnasium, bis eine Oberstufe eingerichtet und 1990 das erste Abitur durchgeführt wurde. Obwohl 738 Schülerinnen und Schüler von mehr als 60 Lehrkräften unterrichtet werden, ist die Schule sehr überschaubar und liegt in einem Wohngebiet in Werther. Eine räumliche Begrenzung ist daher zwar vorhanden, dennoch konnten ein Selbstlernzentrum für die Oberstufe, ein Lernbüro und ein BOB (Berufswahlorientierungsbüro) eingerichtet werden. Seit 2006 ist Frau Barbara Erdmeier Schulleiterin am EGW.

Das EGW versteht sich als Lern- und Lebensort, der die Schüler auf zukünftige berufliche, soziale, politische und persönliche Herausforderungen vorbereitet. Dabei entspricht es dem pädagogischen Leitbild, eigene Stärken und Schwächen wahrzunehmen und für die Eröffnung individueller und realistischer Entwicklungswege zu nutzen.

Eine Besonderheit des Gymnasiums sind die sogenannten SCHELLE Arbeitsgruppen. SCHüler, ELtern und LEhrer arbeiten gemeinsam an pädagogischen oder allgemeinen Konzepten der Schule und erstellen Vorlagen, welche in der Schulkonferenz beschlossen werden können. Kooperation und Kommunikation innerhalb der drei Gruppen und ihren Mitwirkungsorganen wird am EGW außerordentlich geschätzt.

Der Schulsozialarbeiter Daniel Höner begleitet die Gestaltung von Schülerbiografien und übernimmt Anteile der Schüler- und Elternberatung. Auch die Bereiche Konflikt- und Krisenmanagement gehören zu seinem Arbeitsfeld. Zudem leitet er einen Schwerpunkt des EGW, die Ganztagsbetreuung in der Tagesschule. Neben Mittagsessen, Hausaufgabenbetreuung, Fördergruppen und AGs werden weitere pädagogische Zusatzangebote gemacht.

In den letzten Jahren wurden umfassende Konzepte zur Begabungsförderung entwickelt. Dazu gehören Instrumente der Diagnostik sowie vielfältige Angebote der Forderung und Förderung, z.B. mit Nominationsbögen als Diagnoseinstrumente. Sie dienen dazu, in den Stufen 6, 8 und EF wesentliche Potenziale der Schülerinnen und Schüler festzustellen. Dabei werden Schülergruppen selbst, Mitschüler, Eltern und Lehrkräfte befragt. Durch Selbst- und Fremdeinschätzung können Vorlieben, Hobbys und Kompetenzen erfasst werden. In Beratungsgesprächen werden diese Informationen für die Förderung nutzbar gemacht.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Konzept der Rechtsschreibförderung, welches sich auf die gesamte SI und die EF bezieht. Neben der Diagnose von LRS und anderen Rechtschreibproblemen werden differenzierte Förderangebote und Fördermodule zur Verfügung gestellt. Spezielle Lernbänder werden, differenziert nach Ergebnissen des Münsteraner Screenings, angeboten. 

Des Weiteren bietet das EGW begabungspsychologische und psychosoziale  Begleitung durch speziell ausgebildete Lehrer an, setzt Lehrermentoren ein, führt Orientierungsseminare für die EF sowie Klassenseminare für die SI durch und verfügt über Schülerpaten, Theater- und Medienscouts. Drehtürmodelle und zahlreiche externe Kooperationen ergänzen das Angebot.  

Am 04.11.2014 wurde das EGW zur Referenzschule im Netzwerk „Zukunftsschulen NRW“ ernannt. Seit Mai 2015 besteht eine Kooperation mit dem Rudolph-Brandes-Gymnasium in Bad Salzuflen, dem Nepomucenum Rietberg und dem Gymnasium Harsewinkel. Das Netzwerk einigte sich auf den Arbeitsschwerpunkt „Individualisiertes und eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten“. In Zusammenarbeit mit der EGW Steuergruppe, die z. Zt. Materialpools zur Binnendifferenzierung erstellt, und  dem ELA Netzwerk werden Konzepte zum individuellen Lernen unter Berücksichtigung fester zeitlicher Strukturen im Unterricht entwickelt.

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