Prof Dr. Buchwald: Diagnostische Zugänge im Schulalltag

Frau Prof. Dr. Buchwald referierte bei der Landestagung „Zukunftsschulen NRW“ in der ersten Themenphase über „Diagnostische Zugänge im Schulalltag“.

Was ist „diagnostische Kompetenz“? Es bedeutet, „Personen zutreffend zu beurteilen“! Wie kann diese Kompetenz für den Unterricht nutzbar gemacht werden?

Laut Frau Prof. Dr. Buchwald ist die pädagogische Diagnostik der Kern professioneller Arbeit von Lehrkräften. Um zu möglichst objektiven Einschätzungen zu gelangen, sind transparente Kriterien notwendig. Diese sollen zu objektiven, reliablen und validen Einschätzungen führen, die eine effektive Förderung ermöglichen.

Frau Prof. Buchwald differenziert unterschiedliche Aspekte diagnostischen Handels, die bedeutsam für die Planung und Gestaltung des Unterrichts sind.

So kann der Lehrende z.B. Vergleiche herstellen. Das Verhalten wird anhand von Bezugsnormen beschrieben, es wird nach möglichen Ursachen für Verhaltensabweichungen gesucht, Informationen werden gesichtet, gewertet, um den/die Schüler, die Schülerin einschätzen zu können und es werden Prognosen auf zukünftiges Verhalten erstellt.

Bei der Individualdiagnostik steht das Ermitteln von Informationen über die Lernvoraussetzungen, Lernprozesse und den Lernstand des Schülers / der Schülerin im Vordergrund.

Diagnostische Informationen können u.a. durch Langzeit-, Gelegenheits-, und systematische Kurzzeitbeobachtungen und auch durch Klassenarbeiten, Tests und Fragebögen ermittelt werden.

Welche Konsequenzen hat das für den Unterricht?

Die Ziele sollen für alle Beteiligten transparent sein, das heißt, die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen / Lehrer sind über die Lernfortschritte und Lernprozesse informiert und nutzen die Informationen zur Verbesserung des Lehr- und Lernprozesses.

Erfolgsfaktoren für die pädagogische Praxis sind funktionierende Kommunikations- und Organisationsstrukturen, um Diagnostik in der Förderarbeit und Elternberatung anwenden zu können.

Frau Prof. Dr. Buchwald hat der Zuhörerschaft überzeugend vermitteln können, dass individuelles Lernen erst durch eine sorgfältige Diagnostik optimiert werden kann, wenn der Lehrende pädagogische Fördermaßnahmen daraus ableitet.

 

 

 

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