V. Diagnostik und Beratung

Stress und Leistungsdruck, Unübersichtlichkeit, wann was zu erledigen ist und falsche Einschätzung der eigenen Kenntnisse: es gibt viele Gründe – gerade während der Coronazeit – wieso Schülerinnen und Schüler Lernschwierigkeiten haben und in frustrierende Situationengeraten.

Ziel unserer Arbeit soll es sein, gemeinsam mit anderen Schulen, Lerncoaching als Beratungsform an der Schule zu etablieren. Dabei geht es uns sowohl um organisatorische Aspekte als auch um die Auseinandersetzung mit Beratungsformen und Gesprächsstrategien. Ebenso soll die Auseinandersetzung mit inhaltlichen Ursachen von Lernschwierigkeitenund individuelle Lernstrategien Inhalt der Netzwerkarbeit sein. Im Mittelpunkt hierbei steht der/die Lernende selbst, nicht der Lernstoff. Es soll darum gehen, sich damit auseinanderzusetzen, wie Strukturen (auch unter Berücksichtigung von Motivation und Emotion) trainiert und gefunden werden können, sodass auftretende Probleme des Lernens selbst gelöst werden können.

Wir haben zwei Lehrkräfte in der Coachingausbildung, die bereit sind, ihre Kenntnisse und Erfahrungen weiterzugeben und zu teilen. Wir freuen uns sowohl über Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Vorkenntnissen und Vorerfahrung als auch über solche, für die das Thema neu ist



In unserem Netzwerk entwickeln wir Lernumgebungen, die in Zeiten digitalen Wandels zukunftsorientierten Unterricht gewährleisten und guten, gesunden Unterricht prägen.

Wie können Rückmeldungen zur Gestaltung des Unterrichts sowie zur Lernentwicklung und zu Leistungen systematisch in Feedbackprozesse eingebunden werden. Daraus resultiert die Fragestellung, wie Schülerinnen und Schüler sowie die Erziehungsberechtigten systematisch an Grund- und Förderschulen im Primarbereich in Lern-, Entwicklungs- und Erziehungsangelegenheiten eingebunden und beraten werden können.

Im Rahmen dieser Netzwerkarbeit tauschen wir uns über geeignete Verfahren der Feedbackkultur an Schulen im Primarbereich aus. Dabei sichten wir vorhandene Verfahren und Lernbeobachtungsbögen.
Die Entwicklung von Lerntagebüchern und Lernportfolios, die evt. auch in digitaler Form geführt werden können, steht dabei im Fokus.

Im Wesentlichen geht es uns um darum, die Feedbackprozesse in Schulen so zu gestalten, dass sie ökonomisch, praktikabel, effektiv und gewinnbringend für alle Beteiligten umsetzbar sind.