Netzwerke ausgezeichnet und auf den Weg gebracht


Regionaltagung in Schwerte

Am 23.3.2015 fand in der Katholischen Akademie in Schwerte die regionale Netzbautagung im Rahmen der Initiative „Zukunftsschulen NRW“ statt.

Hierzu trafen sich etwa 150 Schulvertreterinnen und -vertreter aus allen Schulformen, um ihr besonderes Engagement für die Individuelle Förderung zu zeigen.

Susanne Blasberg-Bense, die Leiterin der Schulabteilung des Regierungsbezirks Arnsberg, begrüßte alle Anwesenden und bezeichnete die Individuelle Förderung als einen Schlüssel für die Schulentwicklung. Sie wies darauf hin, dass in dieser Tagung der Fokus aber nicht nur auf der Weiterentwicklung der Individuellen Förderung liege, sondern besonders auf der Netzwerkbildung und der Unterstützung für die Schulen.
Schulen, die unter dem Dach der „Zukunftsschulen NRW“ arbeiten, werden nicht nur durch die Referenzschulen, sondern auch durch ausgebildete Netzwerkberaterinnen und Netzwerkberater unterstützt. Die Ausbildung dieser Personen konnte durch eine enge Kooperation zwischen dem Generalisten für  Individuelle Förderung (Peter J. Kurtenbach)  und dem Fortbildungsdezernat (Rainer Grüne-Rosenbohm) auf den Weg gebracht werden. Alle Netzwerkberaterinnen und -berater sind in den K-Teams angesiedelt.
Für die Koordinierung steht im Regierungsbezirk  Arnsberg Frau Tanja Köster zur Verfügung (e-Mail: tanja.koester@br.nrw.de).

Arnsberg

Herr Grüne-Rosenbohm betonte,  dass die Netzwerkberaterinnen und -berater nicht nur bei der Einrichtung der Netzwerke helfen,  sondern auch durch die Beratung bei der Fortbildungsplanung, die Schulen in ihrem Schulentwicklungsprozess unterstützen.

In seinem Einführungsreferat ging Herr Kurtenbach auf die konzeptionellen Grundlagen der Initiative „Zukunftsschulen NRW“ ein.
Er verwies auf das Online-Portal www.zukunftsschulen-nrw.de, welches zahlreiche Berichte zu aktuellen Themen rund um die Individuelle Förderung und best practice Bespiele bereitstellt und darüber hinaus die Registrierung und das Matching der Schulen ermöglicht. Die regionale Redaktion besteht im Regierungsbezirk Arnsberg aus Gudrun Burwitz, Marita Funhoff und Katrin Rutenbeck.

Die im Netzwerk „Zukunftsschulen NRW“ arbeitenden Schulen profilieren sich im Bereich der Individuellen Förderung und sind bereit, ihre Kompetenzen und Fähigkeiten auch anderen Schulen zugänglich zu machen.

Arnsberg

Es war erfreulich, dass Frau Blasberg-Bense und Herr Kurtenbach dreißig Schulen, die bereits aktiv in fünf Netzwerken zu verschiedenen Themen arbeiten, mit dem Schild der „Zukunftsschulen NRW“ auszeichnen konnten (unter dem Tagungsbericht finden Sie die ausgezeichneten Schulen mit ihren Netzwerkpartnern und den Arbeitsschwerpunkten).   

Die Gelingensbedingungen von funktionierender Netzwerkarbeit wurden auch in der anschließenden Gesprächsrunde unter  der Moderation von Monika Nienaber-Willaredt, Dezernentin mit der Generale Individuelle Förderung, deutlich.
Erfahrene Netzwerkerinnen und Netzwerker aus unterschiedlichen Schulformen berichteten über ihre Erfahrungen aus der Praxis, wie ihre Netzwerkarbeit zustande gekommen war und worin die Vorteile dieser Tätigkeit für ihre Schule lagen.


„Neben der Freiwilligkeit ist der respektvolle Umgang auf Augenhöhe einer der wichtigsten Faktoren, damit Netzwerkarbeit gelingt“, erklärte Frau Dr. Maria Kirsch von der Hannah-Arendt-Gesamtschule in Soest.
Diese Aussage wurde auch von Frau Ulrike Kemper, Schulleiterin der Grundschule Westrich in Dortmund, und von Frau Fauville von der Hans-Böckler-Realschule in Bochum unterstrichen.
Ergänzend betonte Dr. Michael Fink, ehemaliger Schulleiter der Gesamtschule Hagen-Haspe, dass auch die Transparenz von großer Bedeutung sei, da es notwendig ist, die gesamte Schulgemeinschaft mit in diesen Schulentwicklungsprozess einzubeziehen. Dadurch seien die Netzwerktreffen eine Art  „Kreativ-Werkstatt“ geworden, indem sie eine positive Weiterentwicklung für die Schulen ermöglichten.
Hans-Georg Rinke, Leiter der Schillerschule in Bochum, machte mit dem Zitat „Wenn du schnell irgendwohin willst, gehe langsam“ darauf aufmerksam, dass neben der realistischen Zielsetzung der Faktor Zeit eine große Rolle spiele. Wichtig sei aber, dass man starte.

In diesem Sinne diente dann der Nachmittag dazu, dass die Referenzschulen gemeinsam mit den Netzwerkberaterinnen und -beratern die Themenschwerpunkte innerhalb ihres Netzwerkes vorstellten und die Bildung von neuen Netzwerken ermöglichten.
So erfüllte es alle Organisatoren mit Freude, dass sich am Ende fünfzehn neue Netzwerke gebildet hatten und schon erste konkrete Vereinbarungen für ihre weitere Tätigkeit getroffen wurden.

Im Ausblick kündigte Herr Kurtenbach an, dass bei der nächsten regionalen Tagung die Erfahrungen dieser neuen Netzwerke die zentrale Rolle spielen sollen.
Zugleich verwies er auf Veranstaltungen der Referenzschulen, die in der „Kleinen Serie“ ihre Erfahrungen aus der Praxis für andere Schulen darlegten.

Zum Abschluss der Tagung dankte Herr Kurtenbach allen Beteiligten für das große Engagement und die produktive Zusammenarbeit und sprach seine Hoffnung aus, dass von der Veranstaltung nachhaltige Impulse für die weitere Vernetzung von Schulen innerhalb des Regierungsbezirks  ausgehen würden.

Ausgezeichnete Netzwerke:

Beteiligte Schulen

Arbeitsthemen der Netzwerke

Name

Ort

Gesamtschule Hagen-Eilpe

Hagen

Individuelle Förderung im Fachunterricht Deutsch, Englisch, Mathematik unter besonderer Berücksichtigung der Inklusion

Gesamtschule Schwerte

Schwerte

Hannah-Arendt-Gesamtschule

Soest

Heinrich-Böll-Gesamtschule

Bochum

Clara-Schumann-Gymnasium

Holzwickede

Individuelle Förderplanung    Übergänge gestalten

Geschwister-Scholl-Gymnasium

Unna

Marie-Curie-Gymnasium

Bönen

Pestalozzi-Gymnasium

Herne

Pestalozzi-Gymnasium

Unna

Immanuel-Kant-Gymnasium

Dortmund

Fichte-Gymnasium

Hagen

Leseförderung

Heinrich-Heine-Gymnasium

Dortmund

Ruhr-Gymnasium Witten

Witten

Emil-Schumacher-Grundschule

Hagen

Theodor-Körner-Schule

Bochum

Förderplanarbeit unter Einbeziehung der Halbjahreszeugnisse

Hellweg Schule

Bochum

Graf-Engelbert-Schule

Bochum

Schiller-Schule

Bochum

Neues Gymnasium

Bochum

Friedrich-Harkort-Schule

Herdecke

Erarbeitung eines schulformübergreifenden MINT-Konzeptes

Westricher Grundschule

Dortmund

Grundschule im Dorfe

Herdecke

Marita Funhoff, Redaktion „Zukunftsschulen NRW“ (Arnsberg)