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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Übergangsmanagement

Schulen sind laut Schulgesetz verpflichtet untereinander zu kooperieren, das gilt besonders für die Übergänge zwischen den Schulstufen (§ 4 Absatz 1 und2 SchulG). Ob eine Kooperation zwischen den Systemen besteht ist jedoch immer noch oft dem Zufall überlassen und hängt von der Einsatzbereitschaft der einzelnen Lehrkraft ab.

Innerhalb eines Schülerlebens ergibt sich zwischen den Institutionen bis zum Studien- bzw. Berufsabschluss eine Reihe von Übergängen, neben dem Übergang zwischen Elementarbereich und Primarbereich gilt es besonders den Übergang zwischen Primarbereich und Sekundarstufe in den Blick zu nehmen, denn Übergänge beinhalten stets die Gefahr von Brüchen individueller Lernbiografien.

Sie sind Herausforderungen für jeden Schüler, jede Schülerin, aber auch  für die an dem jeweiligen Übergang Verantwortlichen und Beteiligten. Damit es nicht zum Bruch in der Lernbiografie kommt, ist  es wichtig, dass zwischen der abgebenden Institution und der aufnehmenden Einrichtung eine kontinuierliche und strukturierte Zusammenarbeit besteht. Diese Zusammenarbeit kann in verschiedenen Formen stattfinden. Neben dem Austausche über Arbeitsweisen zwischen den aufnehmender und abgebender Schule bzw. zwischen Grundschulen und Kindertageseinrichtungen (gegenseitige Hospitation und Zusammenarbeit im Rahmen von Fachkonferenzen) gehört die Rückkopplung zum Werdegang der jeweiligen Schülerinnen und Schüler zwischen dem aufnehmenden und abgebenden System zu einem wesentlichen Bereich des Überganges.

Besonders zwischen der Primarstufe und der Sekundarstufe I sind die Unterschiede deutlich sichtbar, und bedeuten für Schülerinnen und Schüler oftmals eine große Hürde. In der Grundschule findet man ausschließlich das kindorientierte Klassenlehrerprinzip, in dem ein großer Teil des Fächerkanons von derselben Lehrkraft abgedeckt wird und das Lernen von einem fächerübergreifendem, projektorientierten und ganzheitlichem Ansatz geprägt ist. Dagegen stehen an den weiterführenden Schulen eine größere Zahl an Lehrkräften und eine zunehmende Zahl an Fächern, die oftmals losgelöst voneinander unterrichtet werden.

Besonders Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen geraten bei den Übergängen zwischen den Systemen oftmals aus dem Blick. Die folgenden Konzepte und Vereinbarungen nehmen sich dieser Problematik im besonderen Maße an.

Sie zeigen, dass

  1. es wichtig ist diese Übergänge strukturiert und verbindlich zu gestalten,
  2. bereits vor der eigentlichen Einschulung eine gezielte individuelle Förderung in Kooperation mit dem Elementarbereich, die Schulfähigkeit und das erfolgreiche Lernen begünstigen.
  3. Erprobungsstufenkonferenzen in Kooperationen mit den Grundschulen effektiv und gewinnbringend für alle Systeme gestaltet werden können.
  4. eine strukturierte Kooperation zwischen den Schulen und die gegenseitige Hospitation im Sinne der Schülerinnen und Schüler zur Umgestaltung der Übergänge führen kann.

Vereinbarungen der Netzwerkschulen (Grundschulen und Gymnasien) der Bezirksregierung Detmold, Leitfaden für den Übergang

Schwierigkeiten, die besonders begabte Kinder in der Erprobungsstufe des Gymnasiums bekommen können vermieden werden, wenn der Übergang zwischen den Schulformen bruchloser gestaltet werden kann. Es gilt den Austausch zwischen den Systemen strukturierter und verbindlicher zu gestalten  Die Netzwerkschulen aus OWL haben gemeinsame Vereinbarungen zum Übergang Grundschule- Gymnasium getroffen und diese in Themenkomplexen zusammengefasst.

Vereinbarungen der Netzwerkschulen (PDF)

Grundschule Amshausen Übergänge gestalten/ Einschulung

Das Konzept zeigt auf, wie ein Übergang zwischen Kita und Grundschule gelingen kann und dabei hilft die individuelle Lernbiografie lange vor der eigentlichen Einschulung bruchlos zu gestalten.

Grundschule Amshausen (PDF)

James-Krüss-Schule Herne, Lehrer/Innensprechtages

Die Erprobungsstufenkonferenz als Schnittstelle zwischen den weiterführenden Schulen und den abgebenden Grundschulen wird hier in einem neuen Konzept für eine ganze Kommune vorgestellt.

Info Lehrersprechtag (DOC)

Albert-Schweizer/Geschwister-Scholl- Gymnasium und die GS Sickingmühle, Marl, „Individuelle Förderung bruchlos gestalten“- Abschlussbericht zum Hospitationsbericht

Diese Dokumentation der beiden Schulen zeigt, wie eine kollegiale Hospitation zwischen den Schulformen gelingen kann, welche Optimierungen im Hinblick auf die kollegiale Hospitation vorgenommen werden kann und wie Erkenntnisse im Hinblick auf die Verbesserung der Arbeit implementiert werden muss.

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