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Systemische und systematische Förderung

Kinder im KlassenraumSchulen entwickeln ein systematisches und systemisches Vorgehen.

So werden Maßnahmen zur individuellen Förderung konzeptgeleitet geplant und umgesetzt (Beschreibung von Ausgangslage, Entwicklungsziel, erwartetem Zwischenergebnis, möglichen Kriterien/Indikatoren zur Überprüfung der Zwischenstände und des Entwicklungsziels, notwendigen Ressourcen und Stundenbedarf sowie von jeweils geplanten Entwicklungszeiträumen).

Beratung und Übergangsmanagement ergänzen zunehmend ausdifferenziert den     Förderkreislauf. So schaffen Schulen ein integrierendes Förderkonzept.  Auf der Grundlage der Leitideen zur Individuellen Förderung werden Maßnahmen und Bereiche schulischer Praxis aufeinander bezogen, miteinander vernetzt, kontinuierlich weiter entwickelt und evaluiert.

Kern einer systematischen Individuellen Förderung ist der in den schulischen Alltag eingebettete Förderkreislauf „Diagnose-Förderung-Wirkungsanalyse“. Im System Schule lassen sich solche Förderkreisläufe auf Dauer nur aufrecht erhalten, wenn ein schulisches Beratungskonzept, ein fachübergreifendes Konzept für die Förderung, eine Einigung zu fachübergreifenden Kompetenzen, ein Methodencurriculum, etc. entwickelt worden sind. Erst die Beachtung systemischer Wechselwirkungen und eine permanente Evaluation sichern den Erfolg Individueller Förderung.           

Individuelle Förderung als Leitidee wird in folgenden Bereichen sichtbar:          

Leitidee und didaktisches Konzept zur Individuellen Förderung          

Schulisches Beratungskonzept:          

  • Alltägliche Lernberatung, Krisen- und Laufbahnberatung
  • Schülersprechstunden, -tage
  • Vernetzung der schulischen Angebote
  • Einrichtung eines Beratungsteams
  • Dokumentationsformen zur Ermittlung von Lernerfolg u. a.
  • externe Partner zur Unterstützung (z- B. Jugendamt, schulpsychologische Dienste)

Förderkreislauf (Diagnose - Förderung - Wirkungsanalyse):           

  • Instrumente, Verfahren und Materialien zur Diagnostik und Förderung
  • Förderplanung
  • Schülerportfolio
  • Förderempfehlungen
  • Übergangsempfehlungen
  • Nutzung von Lernstandsergebnissen / zentralen Prüfungen für Förderung
  • Vernetzung der Ergebnisse und Maßnahmen von Förderung

Gestaltung von Strukturen:           

  • Ansprechpartner für Individuelle Förderung (Koordinatoren, Funktionsstellen), Teambildung
  • fest verankerte Förderkonferenzen als ergänzende Maßnahme zur Konferenzobligatorik
  • im Stundenplan verankerte Förderung
  • Lehrerräume, Fachräume, Ruheräume, Selbstlernzentren

Stärkenorientierung:           

  • Rückmeldungen zu Lernen und Leisten im Fach
  • Beschreibung von Lernständen und Fördermaßnahmen in der Förderplanung
  • Sichtbarwerden in Lern- und Förderempfehlungen
  • Berücksichtigung bei Klassenarbeiten, Korrekturen
  • Umsetzung von stärkenorientierten Maßnahmen z. B. Fehlermachtag
  • Aktivierung und Stärkung von Schülerinnen und Schülern z.B. Schülerinnen und Schüler als Expertinnen und Experten / als "Lehrerinnen und Lehrer"
  • Unterstützung von Schülerinteressen
  • Würdigung von Stärkung und Kompetenzen z.B. öffentliche Präsentationen, Tag des Lobens

Förderung von Schlüsselkompetenzen als gemeinsame Aufgabe aller Fächer:

  • Fachcurricula, schulische Curricula, z. B. in den Bereichen Leseförderung, Sprachförderung, zum Sozialverhalten .......

Förderung von besonderen Entwicklungsbedarfen:

  • Betreuungs- und Unterstützungskonzepte
  • Bereitstellung einer passenden Infrastruktur für Schülerinnen und Schüler, z.B. kompetente Ansprechpersonen, Schulsozialarbeit, Vernetzung mit außerschulischen Fachpersonen und -institutionen
  • Programme zur Diagnostik und Förderprogramme für betroffene Kinder und Jugendliche z. B. Dyskalkulie, LRS......
  • Programme zur Förderung von Underachievern, besonders Begabte
  • Programme, um Autismus, AD(H)S und Asperger angemessen zu begegnen

Die zahlreichen Einzelmaßnahmen werden in ein Förderkonzept für das Gesamtsystem Schule integriert.

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