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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Interventionsstrategien bei Schulverweigerung

Interventionsstrategien bei Schulverweigerung reagieren auf Erscheinungsformen von Schulabwesenheit, -müdigkeit, -unlust,  Leistungsresignation und sozialer Ausgliederung und zielen auf

die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Familienorganisation und Schule in gemeinsamer Fürsorge

  • Struktur- und Organisationsmuster verbessern, d. h. gemeinsam mit Eltern / Familien Angebote und Vereinbarungen entwickeln, die den Organisationsrahmen für geregelte Ablaufmuster verbessern. (Wecken, Frühstücken, Schulweg, Hausaufgaben u. a.)
  • Fürsorge-System in der Schule entwickeln, d. h. Angebote für Frühstück und Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung einrichten
  • Kontrolle der getroffenen Vereinbarungen (ggfs durch das Jugendamt); regelmäßige Rücksprache mit den Eltern / Betreuungspersonen durchführen.

die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und die Ermöglichung sozialer Kontakte

  • Erstellen eines Stärken- und Schwächenprofils (eingebunden in unterrichtliche und schulische Aktivitäten)
  • Soziale Integrationsansätze, d. h. Einbindung von Kindern und Jugendlichen in schulische und außerschulische Gruppen, Vereine, Arbeitsgemeinschaften

Analyse der Lernstände und Angebote für gezielte Hilfen zu Leistungsrückständen,
Lernschwächen und Lernrisiken

  • Lernstandsdiagnose, d. h. Lernausgangslage und nächste Lernschritte
  • Gezielte Förderung elementarer Fähigkeiten (zum Anschluss an das Lernen in den einzelnen Fächern)
  • Einrichtung von Paten u. a. (arbeiten in kleinen - klassenübergreifenden - Gruppen zur Förderung gemeinsamer Anstrengungsbereitschaft und Etablierung sozialer Helferstrukturen)

Attraktivität schulischer Angebote durch gezielte Interessens- und Begabungsförderung

  • Einrichtung von Interessens- und Arbeitsgemeinschaften
  • Produktorientierung (Verstärkung von handlungs- und produktbezogenen Lernformen)
  • Neue Medien (Nutzung medialer Lern- und Übungshilfen)

Wirklichkeits- und Anwendungsbezug schulischen Lernens

  • Außerschulische Lernorte 
  • Übergang in die Berufs- und Arbeitswelt (gezielte Vorbereitung auf die Berufswahl und Berufsentscheidung durch Kontakte (Praktika) mit Ausbildungseinrichtungen, Firmen u. a.)

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