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Der optimale Start in die 1. Klasse – Tipps für die Einschulung und die Zeit danach

Vorfreude auf die Schule fördern

Bevor die Schule beginnt, können Eltern ihren Kindern vermitteln, dass nun ein neuer Lebensabschnitt beginnt, der zwar manchmal anstrengend, aber auch spannend ist und Spaß macht.

Der erste Schultag

Er bedeutet eine neue Umgebung, neue Gesichter, ein neues Klassenzimmer und einen neuen Tagesablauf. Daher sollten Eltern den Nachmittag vorher entspannt angehen, das Kind ungestört spielen und den Inhalt z.B. seiner Schultüte bewundern lassen. Für die ersten Schulwochen gilt: Zwei zusätzliche Nachmittagstermine pro Woche sind genug. Das Kind benötigt ausreichend !innerliche“ Zeit um sich mit dem Neuen, der Schule, zu beschäftigen.

Schultornister packen

Das Kind kann mit Hilfe der Eltern mit Beginn der Schulzeit daran gewöhnt werden, den Tornister schon am Vorabend für den nächsten Tag zu packen. So wird Stress am Morgen vermieden. Und die Eltern können auch darauf achten, dass der Tornister nicht zu schwer wird, weil unnütze Bücher und andere Materialien mitgeschleppt werden.

Schulweg trainieren

Jährlich verunglücken in Deutschland 50.000 Schüler auf dem Schulweg. Jüngere Kinder sind besonders gefährdet, weil sie die Verkehrssituation noch nicht richtig überblicken können und sich zudem leicht ablenken lassen. Daher sollten die Kinder am Anfang auf dem Weg in die Schule begleitet und ein sicherer Schulweg gewählt werden. Dabei gilt der Grundsatz: Sicherheit geht vor, d.h. lieber einen längeren Schulweg mit Umwegen in Kauf nehmen, wenn es dort Zebrastreifen oder Ampeln gibt. Trotzdem sollten die Kinder auch nach einer gewissen Zeit fähig sein, den Weg zur und besonders von der Schule allein zu bewältigen. Die „Etappen“ des Begleitens und Abholens sind allmählich zu verkürzen, dies ist als Übergang sinnvoll.

Hausaufgaben

Jedes Kind kann nach und nach selbstständiges Arbeiten lernen. Daher sollte die Hilfe der Eltern nicht extensiv sein. Besser ist es das Kind durch Interesse zu unterstützen als den „Hilfslehrer“ zu spielen. Eltern können dabei helfen, die Aufgaben sinnvoll zu planen und die Zeit günstig einzuteilen. Eltern können das Kind auch ermutigen, selbst in der Schule nachzufragen, wenn es etwas nicht verstanden hat. Sie können den Nachmittag so planen, dass die Hausaufgaben möglichst zum gleichen Zeitpunkt gemacht werden. Eine solche „Gewöhnung“ an Hausaufgaben erleichtert Kindern das Arbeiten für die Schule.

Regelmäßiger Tagesablauf

Voraussetzung für strukturiertes Lernverhalten ist ein regelmäßiger Tagesablauf. Dieser ist mit einer guten Planung möglich und beginnt bereits am Vortag, etwa wenn Eltern und Kinder gemeinsam die Kleidung aussuchen und zurechtlegen. Generell gilt auch hier: Kinder brauchen Regelmäßigkeit im Tagesablauf.

Zeitmanagement

Jedes Kind braucht Zeit zum Spielen, zum Toben und auch zum Faulsein. Daher können Eltern darauf achten, dass nicht zu viele feste Termine ausgemacht werden und für die Bedürfnisse des Kindes ausreichend Zeit bleibt. .

Am Morgen

Voraussetzung für einen gelingenden Tag ist es, den Morgen vor Beginn der Schule so zu planen, dass nach dem Aufstehen genügend Zeit zum Waschen, Anziehen und Frühstücken bleibt. Trödelt das Kind gerne oder kommt nur langsam voran, so kann die Weckzeit früher gelegt werden. Ein Morgen ohne Stress und Hektik ermöglicht dem Kind gut in den Schulalltag zu kommen. Dadurch wird der Aufenthalt in der Schule emotional entlastet für das Kind.

Frühstück

Manche Kinder können sich nicht entscheiden, was sie zum Frühstück essen wollen, andere möchten unbedingt das, was gerade nicht verfügbar ist. In solchen Situationen ist es sinnvoll bereits am Abend zu besprechen, was das Kind frühstücken will. Es gibt auch Kinder, die morgens gar nichts essen können. Der Zwang zum Essen bringt einen schwierigen Tagesauftakt für das Kind mit sich. Dem Kind ein Glas Milch oder Fruchtsaft anzubieten und dafür ein größeres Pausenbrot mitzugeben, macht den Tag für alle harmonischer.

Zeitmanagement

Jedes Kind braucht Zeit zum Spielen, zum Toben und auch zum Faulsein. Daher können Eltern darauf achten, dass nicht zu viele feste Termine ausgemacht werden und für die Bedürfnisse des Kindes ausreichend Zeit bleibt. .

Einarbeitungszeit

Zum Schulkind wird das Kind erst in der Schule. Dieser Prozess kann bei einigen Kindern schnell gehen, bei anderen aber auch bis zu zwei Jahre dauern. Wenn der Schulalltag nicht von Anfang an läuft oder sich nicht gleich gute Leistungen einstellen, gilt es Geduld zu haben und das Kind zu ermutigen.

Trostpflaster

Gerade in den ersten Monaten ist Schule für Kinder sehr aufregend, denn es stürmt eine Menge Neues auf sie ein und es ergeben sich zahlreiche neue Kontakte zu Mitschülern und Lehrern. Eltern können in dieser Zeit sehr aufmerksam und genau zuhören und wenn es Probleme gibt, Trost spenden. In dieser Anhangszeit ist es besonders wichtig, bei Bedarf auch zeitnah das Gespräch mit den Lehrern zu suchen.

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