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Förderkonzepte

Im Rahmen eines Förderkonzeptes vernetzen Schulen einzelne Fördermaßnahmen, um den Schülerinnen und Schülern ein bedarfsorientiertes, praxisnahes und didaktisch gut aufbereitetes Gesamtpaket an Unterstützungsleistungen an die Hand zu geben. Stehen Schulen am Anfang ihrer Initiativen zur Individuellen Förderung, entscheiden sie sich häufig auf der Grundlage gemeinsam beobachteter Brennpunkte im fachlichen Lernen (typische Lernschwierigkeiten). Ausgehend von diesen Förderbedarfen werden die methodische Vorgehensweise, Unterrichtsweise und Materialien hinterfragt und verändert. Die Erkenntnisse und Handlungsveränderungen werden in ein erstes schulinternes Konzept eingearbeitet.

Schulische Förderkonzepte nehmen passgenau spezielle Lernbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler auf und bieten mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen notwendige Unterstützung. Zunehmend - insbesondere im Rahmen von Ganztagsangeboten - werden in diese Entwicklung auch externe Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten (schulpsychologische Dienste, Elterninitiativen, freie Träger, kommunale Träger, Jugendhilfe) eingebunden. In der Entwicklungsarbeit tauchen häufig folgende Fragen auf:

„Was muss und kann ein Förderkonzept – vor dem Hintergrund der individuellen und vereinbarten schulischen Zielsetzungen - leisten?“
„Welchen Bedarf hat die Schule unter besonderer Berücksichtigung ihrer Schülerklientel?“
„Welche Rahmenbedingungen existieren, die die Installation verschiedener Maßnahmen in der Schule besonders begünstigen (z.B. Mittelausstattung, Lehrerversorgung...)?“
„Welche Erfahrungen können Kolleginnen und Kollegen konzeptionell einbringen (z. B. Steuergruppenfortbildungen, Methodenschulungen...)?“

Für Kolleginnen und Kollegen bedeutet die Erstellung von Individuellen Lern- und Förderempfehlungen zunächst einen zusätzlichen Zeitaufwand. Der konkrete Nutzen des Instruments wird überdies infrage gestellt, wenn die eingeforderte Beteiligung der Kooperationspartner (Schüler und/oder Eltern) nur gering ist oder gänzlich ausbleibt. Lehrerinnen und Lehrer sehen langfristig auch realistische Entlastungschancen im Arbeitsalltag.

Der Erfolg und die Verbindlichkeit von individuellen Lern- und Förderempfehlungen hängt wesentlich davon ab, inwiefern es im Kollegium abgestimmte Verfahren und Leitlinien zur Individuellen Förderung gibt.

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