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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Checkliste zum Aufbau Individueller Förderung

Der nachfolgende Katalog dient Ihnen - als einzelner Lehrkraft sowie der Schule als Institution - als Ideensammlung und Orientierungshilfe. Als fragengeleitete Checkliste verwendet, bieten die angesprochenen Aspekte die Möglichkeit der (Selbst-)Evaluation. 

Allgemein 

  • Haben wir als Schule die für unseren Weg entscheidenden Maßnahmen erarbeitet, die einzelne Fachkolleginnen und Fachkollegen in der Umsetzung entlasten und unterstützen?
  • Habe ich als Fachkollege/Fachkollegin die Aspekte ausreichend bedacht, die in unserem Konzept dazu beitragen, den einzelnen Schüler in seiner Lernentwicklung neu anzuregen und zu unterstützen?

Didaktisierung

  • Sind die didaktischen Vorüberlegungen zu Lern- und Förderempfehlungen angemessen?
  • Sind neben administrativen und entlastenden Verfahrensmerkmalen insbesondere Fragen berücksichtigt, die sich intensiv mit Verstehenshorizont, Sprache, Leistbarkeit und Wirkung der Empfehlung beschäftigen?
  • Ist die Lebens- und Arbeitssituation (Migrationshintergrund, Arbeitslosigkeit, volle Berufstätigkeit der Eltern) so bedacht, dass dem Kind realistische Lern- und Übungsgelegenheiten angeboten werden können?

Förderbedarf erkennen

  • Ist das Wissen und sind Kompetenzen vorhanden, um Lernstände angemessen, ressourcenorientiert und passgenau zu erkennen und zu beschreiben?
  • Sind die eigenen diagnostischen Fähigkeiten sowie die der Kolleginnen und Kollegen gut geschult und verfügt die Schule über ein unterstützendes Material- und ggf. Fortbildungsangebot?

Lernberatung

  • Bringen die Lern- und Förderempfehlungen klare Beratungsangebote mit sich ( z.B. als zusätzlicher Schülersprechtag und als Einladung der Eltern)?
  • Werden bei der Lernberatung Vorkenntnisse und/oder Reflexionen zur häuslichen Lernsituation und weiterer Umwelten der Kinder ausreichend gewürdigt?
  • Existieren auf personaler und struktureller Ebene verbindliche Gelegenheiten und Erfahrungen in der Lernberatung?
  • Wird durch entsprechende Lernarrangements, in den unterschiedlichen Lern- und Handlungszusammenhängen, die Autonomie der Lernerinnen und Lerner fortschreitend gefördert und nachhaltig unterstützt?
  • Wie findet das Postulat des „Aufrechten Gangs“ in Form selbstständiger, aktiver, partizipatorisch am Lernprozess beteiligter Schülerinnen und Schüler im Unterichtsalltag Berücksichtigung?

Förderkonzepte

  • Sind die Lern- und Förderempfehlungen in einen schulischen Maßnahmenkatalog integriert?
  • Gibt es Spielräume und Leitlinien, Lern- und Förderempfehlungen zeitgerecht und sinnvoll mit Beratungsangeboten und zusätzlichen Lerngelegenheiten zu verknüpfen (Problematik ILFE/blaue Briefe/Elternsprechtag/Förderung nach Nichtversetzung)?
  • Ist die Kohärenz der Maßnahmen erkennbar?
  • Werden zwischen den Instrumenten der individuellen Lernförderung sinnvolle Verbindungen erkannt oder gesucht?
  • Wird darauf geachtet, dass Potenziale existierender schulischer Fördermaßnahmen ausgeschöpft werden?

Belastung

  • Welche realistischen Möglichkeiten bestehen, schulinterne Organisationsstrukturen (Aufsichtspläne, Stundenplanroutinen, Vertretungsstundenkonzept, Gestaltung des AG-Bereiches) so zu modifizieren, dass mehr Raum für Förderung geschaffen wird, ohne dass dauerhafte zusätzliche Belastungen für Kolleginnen und Kollegen entstehen?

Kooperation

  • Finden Kolleginnen und Kollegen Unterstützung in der Entwicklung von Beobachtungsgrundlagen, Beobachtungsinstrumenten und Förderangeboten durch systematisch angeregte Kooperation?
  • Werden Förderangebote durch Kooperation mit Dritten entwickelt?
  • Gibt es eine systematische und strukturell abgesicherte Kooperationen mit externen Beratungsangeboten (schulpsychologischer Dienst, Jugendamt, Arbeitsamt, Jugendhilfe)?

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