Logo Ministerium für Schule und Bildung Zukunftsschulen NRW - Netzwerk Lernkultur Individuelle Förderung

Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Individuelle Lern- und Förderempfehlungen

Die Individuellen Lern- und Förderempfehlungen setzen neue Impulse, Lernrückstände aufzuarbeiten, Lernschwierigkeiten zu bewältigen oder neue Zugänge zu Lernen und Leisten im Fach zu finden. Sie sind unter drei Aspekten zu betrachten:

  1. Sie thematisieren Lernstände, Lernstrategien und Arbeitsweisen könnensorientiert ("Was ein Schüler kann und noch nicht kann.") und benennen Arbeitsschwerpunkte. Sie haben keine Funktion bei der Begründung von Leistungsbewertungen.

  2. Sie beziehen sich auf einen längeren Zeitraum, nehmen Lern- und Arbeitsverhalten in unterschiedlichen Leistungssituationen sowie in der Bewältigung und Bearbeitung verschiedener Lern- und Übungsaufgaben in den Fächern in den Blick. Beobachtungen in einzelnen Fächern werden dabei häufig koordiniert und abgestimmt zurückgemeldet.

  3. Sie beziehen Schülerinnen und Schüler und Eltern in die Analyse des Lernens und Leistens im Fach unmittelbar mit ein und zeigen dem Schüler/der Schülerin Wege, die Verantwortung für ihr Lernen neu zu übernehmen. Darauf bezogen vereinbaren sie konkrete Unterstützungsangebote und Lerngelegenheiten.

Um den Ansprüchen und Zielen zunehmend besser gerecht zu werden, haben viele Schulen auch begonnen, schulische Initiativen zur individuellen Förderung zu optimieren. Sie gehen dabei unterschiedliche Wege und wählen Ansätze für Weiterentwicklung vor dem Hintergrund bestehender Fördermaßnahmen oder der  Schwerpunkte des Schulprogramms.

 

Im Schulgesetz NRW ist unter §50 Absatz 3 festgelegt, dass alle Schülerinnen und Schüler, deren Versetzung gefährdet ist, zum Ende eines Schulhalbjahres eine individuelle Lern- und Förderempfehlung gegeben wird. Darüber hinaus haben alle Schülerinnen und Schülern mit speziellen Förderbedarf (z.B. LRS, sonderpädagogischen Förderbedarf etc.) ein Anrecht auf eine Lern- und Förderempfehlung im Rahmen der Individuellen Förderung.

 

3) Die Schule hat ihren Unterricht so zu gestalten und die Schülerinnen
un
d Schüler so zu fördern, dass die Versetzung der Regelfall ist. Schüle
-
rinnen und Schülern der Grundschule und der Sekundarstufe I, deren Ver
-
setzung gefährdet ist, wird zum Ende des Schulhalbjahres eine individuelle
Le
rn- und Förderempfehlung gegeben. Sie sollen zudem die Möglichkeit
der Teilnahme an schulischen Förderangeboten erhalten mit dem Ziel, un
-
ter Einbeziehung der Eltern erkannte Lern- und Leistungsdefizite bis zur
Ve
rsetzungsentscheidung zu beheben. Eine Lern- und Förderempfehlung
erhalten Schülerinnen und Schüler der Grundschule und der Sekundarstu
-
fe I auch im Falle der Nichtversetzung zum Ende des Schuljahres.

© 2017 Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen