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Regionaltagung: Miteinander umgehen

Potenzial Vielfalt entdecken und entfalten

 

war das Thema der diesjährigen Regionaltagung der Zukunftsschulen, die mittlerweile zum dritten Mal in den Räumen der Fachhochschule Südwestfalen in  Iserlohn stattfand. Mehr als 140 Vertreterinnen und Vertreter der Netzwerkschulen – einschließlich einiger interessierter Schulen – waren der Einladung gefolgt und hatten Gelegenheit neben dem Hauptvortrag an zwei der angebotenen neun  Workshops aktiv teilzunehmen. Das Spektrum der auf der Tagung vertretenen Schulformen reichte von den Grundschulen über weiterführende Schulen (Gymnasien, Gesamtschulen, Realschulen und Sekundarschulen) bis zu Berufskollegs.


Neben dem  informellen kollegialen Austausch bei einer Tasse Kaffee bietet eine solche Veranstaltung  auch immer Gelegenheit, das Erreichte darzustellen und zu würdigen. So konnte Frau LRSD‘ Silke Hinz in ihrer Rolle als Generalistin für Individuelle Förderung  mehr als 20 anwesende Vertreterinnen und Vertreter der neuen Netzwerkschulen persönlich begrüßen und ihnen die Plakette Zukunftsschule für das Schulgebäude  überreichen.

 


Dem Jahresthema ‚Miteinander  umgehen‘ näherte sich Torsten Nicolaisen in seinem Hauptvortag, indem er die basale Funktion der Kommunikation  in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte und mit neuesten wissenschaftlichen  Forschungsergebnissen untermauerte. 

„Durch gemeinsames Kommunizieren erzeugen wir die Welt, in der wir leben." Diese paradox anmutende These  der konstruktionistischen Kommunikationsforschung  lenkt unseren Blick auf die Komplexität und Vielfalt der uns umgebenden Wirklichkeit, die von unterschiedlichen Menschen sehr unterschiedlich wahrgenommen werden kann. Nicolaisen betonte in seinem Vortrag, dass jeder Kommunikationspartner  seine individuelle Realitätswahrnehmung unwillkürlich  in seine Sprache  einfließen lässt. Je nachdem, in welcher Verfassung und Bedürfnislage wir uns befinden, schauen wir sozusagen durch eine subjektive Brille auf eine Situation. So treffen persönliche Sichtweisen aufeinander. Unterschiedliche Perspektiven lassen verschiedene Bedeutungen entstehen. Findet dieser Umstand in unserem Umgang miteinander Beachtung, lässt sich das Miteinander konstruktiv gestalten. Der Vortrag schlug vor dem Hintergrund neuester neurowissenschaftlicher Erkenntnisse  die Brücke zu alltäglichen Gesprächssituationen. Legt man in diesen den Fokus auf die positive Seite eines Problems, ist die Lösung auch in schulischen Konfliktgesprächen einfacher zu finden. Die eigenen Ressourcen werden sichtbar und helfen bei der Konfliktbewältigung. Mit einem Murmelgespräch lud Nicolaisen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein, dieses Ressourcen-Erleben auszuprobieren.


Die angebotenen Workshops versuchten Antworten auf Fragen zu geben, die aus der  Vielfalt in der  Schule im pädagogischen Alltag entstehen:

Weitere Fotos der Tagung finden Sie hier

Implementation und Aus-weitung des Schülerfeed-backs als Instrument der Unterrichtsentwicklung (z.B. durch SefU und Feedbackkonferenzen)

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