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Kontakte knüpfen zur gemeinsamen Netzwerkarbeit

Netzbautagung der Zukunftsschulen mit 24 Schulen aus 7 Schulformen

 

Die alljährlich im Herbst angesetzte Netzbautagung fand am  20. November in den Räumen der Katholischen Akademie in Schwerte statt. Eingeladen zu dieser halbtägigen Veranstaltung hatten die Generalistin für individuelle Förderung in der Bezirksregierung Arnsberg Silke Hinz und der Leiter der Lehrerfortbildung Rainer Grüne-Rosenbohm. 

 

Ziel der Netzbautagungen ist es, Schulen jeder Schulform, die sich als Zukunftsschulen angemeldet haben, in ihrer Netzwerkarbeit zu unterstützen, sei es bei der Suche nach geeigneten Partnerschulen oder bei der Findung oder ‚Ausschärfung‘ eines Themas, das sich zum kooperierenden Arbeit eignet und den Schulen neben handfesten Entlastungseffekten auch Impulse für die Unterrichts- und Schulentwicklung liefert. Hierzu waren neben dem Team der Netzbauberaterinnen und -berater auch Mitglieder des Arbeitskreises Individuelle Förderung anwesend, sodass 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 20 Beraterinnen und –beratern ins Gespräch kommen konnten.

 

Eingeleitet wurde die Tagung von Dr. Michael Gasse, der mit seinem Impulsreferat ‚Individuelle Förderung als Aufgabe von Schule‘ einen thematischen Bogen von der theoretischen Grundlegung bis zu den Umsetzungsmöglichkeiten – und Hindernissen – individueller Förderung in der Schulpraxis spannte. Dabei bezog er sich auf Erfahrungen aus seiner Schulleitertätigkeit am Stadtgymnasium in Rösrath seit 2013 und seiner jahrelangen Tätigkeit als pädagogischer Mitarbeiter am Landesinstitut in Soest und im MSW in Düsseldorf.
Michael  Gasse, der von Frau Hinz als „Urgestein der Individuellen Förderung“ vorgestellt wurde, beschrieb individuelle Förderung als Querschnittsaufgabe in der Schule. Getreu dem Fußball–Motto „Entscheidend is auf‘ m Platz“ machte er deutlich, wie wichtig es ist, dass sich das gesamte Kollegium zur individuellen Förderung bekennt und gleichsinnig an konkreten Aufgaben und Projekten arbeitet. Dabei sei es unerlässlich, diese stets systemisch in der Schule zu verankern. Anhand von Beispielen aus seiner Schule zeigte er auf, wie dieser Prozess ablaufen kann und weiter aussehen könnte. Dabei ging er z.B. auf die Themen Lernzeiten, Lernberatung, Ausbau tutorieller Ansätze und Ganztag ein.

Ein besonderes Augenmerk legte er am Ende seiner Ausführungen noch auf die Bedeutung von Netzwerkarbeit und die Chancen, die sich daraus ergeben.
Schulen in Netzwerken müssten ihre ‚Baustellen‘ wert-und urteilsfrei einbringen und Prozesse ihrer Zusammenarbeit professionalisieren. Die Unterstützung von  außen ziele stets auf das individuelle Profil der einzelnen  Schule ab und ermögliche so „in den Schuhen der Schule zu gehen“. Deshalb sei das gegenseitige Vertrauen in die Arbeit der Schulen ein unerlässliches Kriterium.

Im Anschluss an diesen inhaltlichen Input erläuterte Rainer Grüne-Rosenbohm die Aufgaben der Netzwerkberaterinnen und Netzwerkberater sowie die Phasen in der Netzwerkarbeit. Die aktuelle Netzbautagung gehöre in die Phase der Anbahnung, die die Basis für die zukünftige Phase der Umsetzung schaffe. Abgeschlossen werde die Netzwerkarbeit mit der Verankerung im Schulprogramm.

Harald Scherello, Schulentwicklungsberater und Trainer der Netzwerkberater/innen moderierte dann gemeinsam mit seinem Team den Hauptteil der Veranstaltung: die Partnerfindung und Gründung zukünftiger Netzwerke.

Das Ergebnis nach einem anfänglichen ‚Matching‘ und intensiven Gesprächen zwischen den Schulvertretern und den Beraterrinnen und Beratern kann sich sehen lassen: Die insgesamt 40 Schulvertreter/innen haben sich in neun Netzwerken zusammengefunden oder gehen weiter auf dem Weg zur Netzwerkgründung. Navigationshilfe und Unterstützung erhalten interessierte Schulen über die Tagung hinaus durch Ulrich Wiegand vom Büro individuelle Förderung.

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