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Von der Belastungsanalyse zur Entlastungsplanung

Ein Workshopangebot von Dr. Jutta Padberg und Dipl.-Psych. Cornelia Heinz

Die beiden Referentinnen, die der regionalen Schulberatungsstelle für den Hochsauerlandkreis angehören und Mitglieder der Fachgruppe Lehrer/-innengesundheit der Bezirksregierung Arnsberg sind, setzten den Schwerpunkt ihres Workshops bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen an den Schulen im Sinne einer "Verhältnisprävention". Sie stellten dazu zunächst dar, dass der Blick auf das Thema Gesundheit im schulpsychologischen Dienst ein eher neueres ist, das in den letzten Jahren angesichts der sich stetig verändernden Anforderungen des Lehramts deutlich an Bedeutung gewonnen hat, was sich z. B. mit dem gestiegenen Aufgreifen der Gesundheitsförderung im Rahmen pädagogischer Tage an Schulen belegen lässt.
Die Psychologinnen beschrieben den Teilnehmenden ein Verfahren für eine ganztägige Fortbildungskonzeption zu schulischen Veränderungsprozessen, das auf der Annahme aufbaut, dass für Veränderung Energie benötigt wird, die nur aus dem gleichzeitigen Vorhandensein geteilter Werte und Zuversicht hinsichtlich der Erreichbarkeit gesteckter Ziele entstehen kann.
In dem praxisnahen Workshop spielten die teilnehmenden Lehrkräfte exemplarisch einzelne Elemente dieses Verfahrens durch. Beispielsweise wurde eine Methode zur Visualisierung individuell bewerteter Bereiche, Aufgaben und Personen im Hinblick auf die Energie, die jeweils daraus gewonnen bzw. die dafür aufgewendet werden muss, ausprobiert und auf ihre mögliche Relevanz für den schulischen Alltag geprüft. Dabei war die Prämisse zentral, dass Entlastungsplanung am persönlichen Bezug der Beteiligten ansetzen muss, bevor über einen Transfer in das Gesamtsystem (z. B. bei der Ableitung von Entwicklungszielen) nachgedacht werden kann.
Den kompetenten Referentinnen ist es hervorragend gelungen, während ihres gut strukturierten Workshops flexibel auf die Fragen der Teilnehmenden einzugehen.

Material zu diesem Workshop finden Sie hier.

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