Zwischenbericht des Netzwerks „Die Verantwortung der Schülerinnen und Schüler für das eigene Lernen stärken/Systematische Erfassung von Begabungen“ (Gymnasien) im Rahmen des Netzwerks „Zukunftsschulen NRW“ 2016


Referenzschule: Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Bünde, Ringstraße 69, 32257 Bünde

Kooperationspartner: Erich Kästner-Gesamtschule Bünde, Ringstraße 57, 32257 Bünde Widukind-Gymnasium Enger, Tiefenbruchstraße 2, 32130 Enger

Ausgehend von unserem gemeinsamen Leitgedanken „Die Verantwortung der Schülerinnen und Schüler für das eigene Lernen stärken“ ging es bei den Arbeitsgruppensitzungen im Jahr 2016 besonders um die Frage, durch welche strukturellen Maßnahmen die Bereitstellung und Begleitung von Angeboten zur Individuellen Förderung erleichtert und verbessert werden können.

Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Gebiet des Prozesses der systematischen Erfassung von Begabungen. Ausgehend von Materialien, die wir durch eigene Hospitationen, der Teilnahme an Regionaltagungen und durch Impulse unserer Netzwerkbegleiterin zusammengetragen und hinsichtlich ihrer Einsetzbarkeit vor dem Hintergrund unserer schulspezifischen Anforderungsprofile geprüft hatten, wurden Fragebögen entwickelt, die zunächst in zwei 6. Jahrgängen eingesetzt wurden, um sowohl inhaltliche als auch methodische Interessen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler zu erfassen. Diese Ergebnisse wurden in dem einen Fall erfolgreich dazu genutzt, zwei Werkstattprojekte im Bereich der nicht-schriftlichen Fachgruppen zu initiieren und zu begleiten. In dem anderen Fall führten die Ergebnisse dazu, dass die Arbeit mit einem Drehtür-Modell zur Stärkenförderung neue Impulse erfahren und eine breitere Schülerschaft erreicht hat.

Natürlich befindet sich jede Netzwerkschule immer auch in einem individuellen Prozess der pädagogisch-didaktischen und strukturellen Schulentwicklung. Der regelmäßige Austausch über Konferenzen und Arbeitsgruppensitzungen sowie Fortbildungsveranstaltungen zu Themen wie Individualisierung und Ausweitung von Lernzeiten, Implementierung von Projektunterricht, Chancen von Profilkursen, Methodenschulung und Lernberatung lieferte Ideen und Impulse für die jeweils eigene Entwicklungsarbeit.

Da alle drei am Netzwerk beteiligten Schulen Ganztagsschulen sind, stellte sich ihren Vertretern darüber hinaus immer wieder die Frage danach, welche besonderen Bedingungen erfolgreiches und nachhaltiges Lernen in diesem Kontext braucht. Dabei rückten im Verlauf der jüngsten Netzwerktreffen besonders zwei Aspekte in den Mittelpunkt der Diskussion und Planung:

  • Welche Freiräume kann Schule für Schülerinnen und Schüler schaffen, damit diese tatsächlich Gelegenheit erhalten, individuell zu arbeiten, eigene Interessen und Stärken auszubauen sowie Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen?
  • Wie kann Schule noch besser darin werden, Schülerinnen und Schüler methodisch in die Lage zu versetzen, zunehmend selbstständig erfolgreich zu lernen?
  • An diesen Punkten wird unsere weitere Netzwerkarbeit im Jahr 2017 anknüpfen.