Bericht des Netzwerktreffens „Schulabbrüche verhindern“


Richard-Riemerschmid- Berufskolleg

„Schulabbrüche verhindern“ lautet das Thema, an dem das Richard-Riemerschmid- Berufskolleg zusammen mit fünf weiteren Schulen im Netzwerk „Zukunftsschulen NRW“ arbeitet. Schulabbruch, beginnend mit Schulabsenz, zeigt sich als übergreifende Problematik an verschiedenen Schulformen, der es entgegenzuwirken gilt. Schnell ging der Blick in der Netzwerkarbeit weiter von der Perspektive „Schulabbrüche verhindern“ zu dem Blickwinkel, wie können wir Schule so gestalten, dass Schülerinnen und Schüler konstant anwesend sind? Der Wechsel der Perspektive hat neue Ansatzpunkte in unsere Arbeit gebracht.

In unserer Netzwerkarbeit kristallisierten sich schnell die Schwerpunktfragestellungen heraus: Woran erkenne ich eine gefährdete Schülerin oder einen gefährdeten Schüler? Gibt es Instrumente zur Diagnostik? Auf welche Gefährdungsfaktoren kann Schule überhaupt einwirken? Welche Maßnahmen können wir frühzeitig ergreifen, um noch erfolgreich einwirken zu können?

Durch die Arbeit in dem EU-weiten Projekt CSE (Completing Secondary Education), bei dem Schulen aus den Ländern Island, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Finnland ihre Erfahrungen und best-practice - Beispiele zu dem Thema „drop outs“ austauschen, können viele Eindrücke mit in die Netzwerkarbeit getragen werden.

Erste Arbeitsergebnisse kann die Netzwerkarbeit bei der Aufstellung von Gefährdungsfaktoren für Schulabsenz vorweisen. Es wurde ein Überblick geschaffen, wie gefährdete Schülerinnen und Schüler frühzeitig erkannt werden können. Als nächstes wird der Blick auf die Diagnostik gerichtet. Aus Island nahmen wir Eindrücke von dem sogenannten „Riskdetector“ mit, einem Instrument, um gefährdete Schülerinnen und Schüler frühzeitig erkennen und ein Beratungssystem starten zu können. Bis zum nächsten Netzwerktreffen werden hier erste Erfahrungen vorliegen.

Weitere interessierte Schulen, die mit uns an dem Thema weiterarbeiten wollen, sind jederzeit herzlich eingeladen. Fragen zu unserer Netzwerkarbeit, beispielsweise wo und wann wir uns treffen, beantworten Ihnen gerne

Nadine Liebig (Liebig@rrs-berufskolleg.de) und
Hartmut Rösler (roesler@rrs-berufskolleg.de)