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Sekundarschule Olpe-Drolshagen
Ansprechpartner für Diagnose- und Förderkonzept

 

 


Westfälische Rundschau, 1.10.2015

Sekundarschule auf dem Weg in die Zukunft

NRW-Netzwerk unterstützt Lernkultur hin zu individueller Förderung. Lehrer in Teams erfolgreicher

 

Olpe

Wie sieht sie aus, die Schule der Zukunft? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Netzwerk „Zukunftsschulen NRW“, das Schulen unterstützt auf deren Weg zu einer Lernkultur, zu individueller Förderung durch Fortbildungsangebote und durch die Vernetzung von Schulen. Das Netzwerk gibt Lehrerinnen und Lehrern Gelegenheit, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Eine dieser Zukunftsschulen in NRW ist die Sekundarschule Olpe mit ihrem Teilstandort in Drolshagen.

Hintergrund: Obwohl es durch den demografischen Wandel immer weniger Schülerinnen und Schüler gibt, stellen diese ihre Lehrkräfte vor immer größere Herausforderungen.
Der Anspruch auf eine individuelle Forderung bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen gemeinsam erfolgreich unterrichtet werden und die Chance bekommen, ihr Potenzial umfassend zu entwickeln.

Im September fand im Rahmen der Initiative „Netzwerk Zukunftsschulen NRW“ in der Stadthalle Wuppertal die Landestagung 2015 statt. Rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil, die unter dem Schwerpunktthema „Potentiale entdecken – Diagnostik“ stand.
In der Eröffnungsrede betonte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann, dass sich das Bild von einer Schule mit Einzelkämpfern verändern müsse hin zu einer Schule, in der Lehrer gemeinsam in Teams arbeiteten.
Neben zahlreichen Vorträgen und Workshops stellten Zukunftsschulen mit besonderen diagnostischen Konzepten ihre Ansätze auf einem „Markt der Möglichkeiten“ vor.

Zu den ausgewählten Schulen gehörten für den Regierungsbezirk Arnsberg die Fürstenbergschule in Ense, die Schillerschule in Bochum und die Sekundarschule in Olpe-Drolshagen. Lehrerinnen der Sekundarschule Olpe-Drolshagen präsentierten an einem Informationsstand das Diagnose- und Förderkonzept der Schule. Im intensiven Austausch mit Kolleginnen und Kollegen erläuterten sie die systematische Förderplanung auf Grundlage verschiedener Diagnoseverfahren und stellten Beispiele aus der täglichen Praxis vor. Es sei der Anspruch der Schule, dass alle Schüler eine systematische, passgenaue Förderung bekämen und ihre Stärken entfalten könnten. Im Schulalltag bedeute das, dass zu Beginn des  5. Schuljahres bei jedem Mädchen und jedem Jungen eine umfangreiche Eingangsdiagnose vorgenommen werde.
Speziell ausgebildete Kolleginnen werteten die Tests gemeinsam mit den Klassen- und Fachlehrern aus, legten gemeinsam die individuellen Förderziele und Fördermaßnahmen für jedes Kind schriftlich fest. Die Tests würden in den Jahrgängen 6 und 7 fortgeführt, die indivduellen Fördermaßnahmen stetig überprüft und angepasst.
So gebe es für jeden Schüler, egal ob schwach oder stark, zwei Förderschwerpunkte. Während einige ein Intensivtraining brauchten, das unter anderem auf Montessori Material beruhe, seien andere Kinder sehr leistungsstark und suchten neuer Herausforderungen.
Eltern, Schülerinnen und Schüler seien in die Abstimmung und Überprüfung der Förderziele eng eingebunden. Jedes Kind könne so mit seinen Stärken und Schwächen als Individuum behandelt werden und „wir können gezielt seine Kompetenzen fördern und fördern“, wie Schulleiterin Claudia Limper-Stracke erläuterte.
Der Weg, den die Sekundarschule Olpe-Drolshagen gehe, sei aufwendig, fordere Lehrer, Schüler und Eltern gleichermaßen, aber es sei ein weiterer richtiger Schritt für die Schule der Zukunft.

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