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Diagnostik besonderer Begabungen

 

Die praktische Erfahrung zeigt, dass viele Erziehungs- und Sozialisationsprobleme im Kontext Schule besonders im Hinblick auf Hochbegabung auftauchen. Oft bekommen Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen nicht die Unterstützungs- und Hilfemaßnahmen, die ihnen gerecht werden, weil keine aussagekräftige Diagnose zuvor stattgefunden hat. Eine gesicherte Diagnose ist jedoch sowohl in der Einzelfallberatung als auch in der Talentförderung von Nöten.

Für eine differenzierte, kontinuierliche Vergewisserung über Lernausgangslage, besondere Potenziale, krisenhafte Lernverläufe und Lernschwierigkeiten benötigen Projektschulen Formen schulpraktischer formeller und informeller Diagnostik. Folgende Indikatoren gelten nach Heller als Verhaltensmerkmale einer besonderen Begabung:

Geistige Frühreife, schnelle Auffassungsgabe und hohes Lerntempo, leichtes und teilweise um Jahre vorgreifendes Lernen, große Neugier, altersunüblicher Reichtum des Wortschatzes, kreative (originelle) Einfälle, Problemsensitivität, spontane Neigung zu anspruchsvollen und schwierigen Aufgaben sowie komplexe Denkprobelme, außergewöhnliche Gedächnisleistung, Erkenntnisstreben und intrinsische Leistungsmotivation, Persistenz und Streben nach Perfektion, Engangement u.s.w.. Hinzu kommen je nach Begabungsrichtung leistungsthematische Schwerpunkte.

Dieses Modul unterstützt Projektschulen bei der Entwicklung und Weitergabe von formellen und informellen Verfahren und bietet Anleitungen zu Instrumenten schulpraktischer Diagnostik, die der Identifikation hochbegabter Schülerinnen und Schüler dienen. Die hier vorgestellten Konzepte unterscheiden sich insofern, als das:

  1. alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 nach einem Selbsteinschätzungsbogen und Elternbogen diagnostiziert werden.
  2. auf eine besondere Begabungsrichtung eingegangen wird.
  3. die Selbsteinschätzung bereits in Klasse 1 von den Schülerinnen und Schülern eingefordert wird.
  4. die Schülerinnen und Schüler in Klasse 4 mittels eines Selbsteinschätzungsbogen bei der Auswahl der richtigen Schulform einbezogen werden.

Fritz-Winter-Gesamtschule Ahlen, Methode zur pädagogischen Diagnostik besonderer Begabungen

Das Konzept der Schule zeigt Möglichkeiten der Diagnostizierung von Hochbegabten an einer Gesamtschule. Hier werden alle Schülerinnen und Schüler und deren Eltern der Klasse 5 über einen Fragebogen gescreent um im Anschluss ggf. durch ein gut aufgestelltes Beratungsteam von Abteilungsleitung, Klassenlehrer, Sozialarbeitern und Echaberaterin in Hinblick auf mögliche Hochbegabung individuell gefördert. Das selbstentwickelte Diagnoseinstrument hat wissenschaftliche Belege und ist in jeder Schulform anwendbar, zusätzlich erhält der Leser durch konkrete Fallbeispiele konkrete Möglichkeiten des Umganges.

Konzept des Clara Schumann- Gymnasiums in Holzwickede zur Begabtenförderung im Fach Musik: Drehtürmodell Gesang

Hochbegabung kann in den verschiedensten Bereichen auftreten, nach Heller gibt es eine Vielzahl von Begabungsfaktoren, eine davon ist die musisch- künstlerische Fähigkeit, die das Clara Schumann- Gymnasium in besonderer Weise bei Schülerinnen und Schülern, die eine besondere stimmliche Begabung haben, fördert. In einem ungewöhnlichen Drehtürmodell wird diesen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit gegeben, ihr Talent auszubauen und zu trainieren. Das Konzept erläutert die Ziele, die Organisation, die Installation des Projektes und die Stolpersteine. Es ist auf alle Schulformen übertragbar.

Handreichung Drehtür Gesang (DOC)

Overbergschule Hagen, Kindersprechtag Klasse 1

Die Gesprächskärtchen geben Gesprächsanlass für Gespräche in Klasse 1 und decken Themenfelder der Mathematik, des Sprachunterrichts und des Sozialverhaltens ab.

Kindersprechtag – Antwortkarten Klasse 1 (PDF)

James Krüss Grundschule Herne, Selbsteinschätzungsbogen für Schülerinnen und Schüler der Klasse 4

Der Selbsteinschätzungsbogen für Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 hilft Kindern ihre eigen Stärken und Schwächen im schulischen Kontext zu erkennen und die  Wahl der passenden Schulform zu erleichtern, ohne dass ihnen von „Oben“ eine Entscheidung auferlegt wird.

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