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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Workshop 7: Begabungsumsetzung fördern mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)

Referent: Uwe Hildebrandt (Diplom-Pädagoge)

Thema: Rubikon –Modell – von der Absicht in die Handlung (ZRM)

  1. Phase: unbewusstes Bedürfnis
  2. Phase: bewusstes Bedürfnis
  3. Phase: Intention
  4. Phase: die gewünschte Handlung vorbereiten
  5. Phase: Handlung

Ablauf:

Zunächst gibt Herr Hildebrandt einen theoretischen Input zu dem Züricher Ressourcenmodell. Dabei ist folgendes festzuhalten:

  • Das ZRM basiert auf wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen aus der Motivationspsychologie und der Hirnforschung.
  • Der Weg bis zur Handlungsausführung wird in fünf Phasen unterteilt.

Bedürfnis (unbewusst) --> Motiv (bewusst) --> Intentionen --> präaktionale Vorbereitung --> Handlung

  • Der ZRM geschulte Coach kann bei seinem Klienten diagnostizieren, in welcher der fünf Phasen er sich befindet.
  • Für jede Phase können passende Interventionsmaßnahmen entwickelt werden.
  • Der Übergang vom Motiv zur Intention wird als Rubikonprozess bezeichnet. Hier kommt es von einer Abwägephase (Motiv) zur bewussten Willensentscheidung (Intention)
  • Die Bewusstmachung unbewusster Bedürfnisse geschieht über projektive Verfahren. Diese zielen auf die somatischen Marker ab.
  • Somatische Marker sind Bewertungskriterien des emotionalen Erfahrungsgedächtnisses. Das emotionale Erfahrungsgedächtnis hat nur zwei Bewertungskategorien: gute Erfahrungen, schlechte Erfahrungen.
  • Besondere Relevanz für die Handlungsmotivation haben die Zielformulierungen. Damit ein Handlungsziel erfolgreich umgesetzt werden kann, müssen drei Kernaspekteberücksichtigt werden:

  1. Annäherungsziel(positiv formuliert; sich dem Ziel schon zu nähern, bietet mehr Erfolgserlebnisse als einzig und allein die Zielerreichung)
  2. Eigenkontrolle(Das Ziel muss so formuliert werden, dass die erfolgreiche Umsetzung unter eigener Kontrolle steht.)
  3. Hohe Zielmotivation(Das Ziel muss die positiven somatischen Marker ansprechen)

Im Anschluss an die theoretische Einführung wurden projektive Verfahren beim ZRM an einem Beispiel veranschaulicht:

  1. Die SuS formulieren zunächst in einem Satz ihr Thema (z. B. Ich möchte besser aufpassen o.ä.)
  2. Die SuS suchen sich dann aus der Liste der Wunschelemente 3 Elemente aus. (Hier ist es wichtig, dass die SuS spontan aussuchen und nicht bei einem Nachbarn spicken; evtl. Zeitvorgabe 5-10 Sekunden)
  3. Die SuS suchen sich für den Platzhalter Wunschelement ein Element aus (d.h. Tier/Wellensittich u. ä.)
  4. Die SuS schreiben zu den Wunschelementen Eigenschaften, die dieses Element für sie hat und die ihnen bei der Lösung des Problems helfen können.
  5. Nach dieser Arbeitsphase suchen sich die SuS einen oder mehrere Partner (nacheinander), die ihnen in einem Brainstorming Ideen für weitere Eigenschaften geben. Dabei ist es den SuS überlassen, ob sie die Ideen aufgreifen oder nicht.
  6. Die SuS ziehen sich mit der Liste der Eigenschaften zurück und unterstreichen/kreisen die, die ihnen gefallen.
  7. Aus den eigenen Ideen und dem Ideenkorb formulieren die SuS einen Satz oder einen Text, der beschreibt, wie sie sein möchten.
    Ich möchte sein wie ein/eine........
  8. Die SuS lesen ihre Texte vor (kann-Regel nicht muss-Regel)
  9. Aus diesem Text entsteht ein Motto, das sich der SuS für die nächste Zeit vornimmt. An diesem Motto wird oft lange gearbeitet und gefeilt.
  10. Die SuS übertragen ihr Motto auf ein Blatt, das sie in der nächsten Zeit begleitet. Hier ist es auch möglich, das Motto an einen Gegenstand, ein Lied oder ähnliches zu koppeln. Dazu gab es aber keine genaueren Informationen.

Arbeitsblatt (Entwurf)

1. Mein Thema:

2. Meine Wunschelemente[vgl. 1]:

Wunschelement 1:__________________________________/______________________________

Meine eigenen Ideen:

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________________________________________________________________________________

Meine Lieblingsideen aus dem Ideenkorb (Brainstorming):

_________________________________________________________________________________

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Wunschelement 2:__________________________________/______________________________

Meine eigenen Ideen:

________________________________________________________________________________

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Meine Lieblingsideen aus dem Ideenkorb (Brainstorming):

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Wunschelement 3: __________________________________/______________________________

Meine eigenen Ideen:

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________________________________________________________________________________

Meine Lieblingsideen aus dem Ideenkorb (Brainstorming):

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3. Ich möchte sein wie ein/eine ........ (Extrablatt)

4. Mein Motto


[1]Auto, Pflanze, Tier, Filmfigur, berühmte Person, Landschaft, Comicfigur, Vorbild

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