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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Workshop Nr. 5: Ideas at Work

Referenten: G. Thoma / Fr. Trauvetter-Giancotti

Inhalt:

Bei „Ideas at Work“ handelt es sich um ein Unterrichtsmodul, welches Begabungen, Stärken und Ressourcen von SuS herausarbeitet. Auf dieser Grundlage führen SuS im Anschluss ein eigenes Projekt durch. Ziel ist es die Berufswahl gezielter anzugehen, sich seiner eigenen Begabungen und Stärken bewusst zu sein und diese in der Praxis erfahren, ausgebaut und bestätigt zu haben.

Die BP-Stiftung fördert dieses Unterrichtsmodul. (Ausgenommen von der Förderung sind Gymnasien).

Kurzvortrag: 

Ideas at work basiert auf folgenden Ausgangsthesen:

  • Es ist sinnvoll eigene Talente und Begabungen zu erkennen und zu fördern, da sich der Arbeitsmarkt und die Berufsverläufe im Umbruch befinden.
  • Eigene Ressourcen sind deshalb entscheidend.
  • Die Berufsfindung hat sich individualisiert und ist zunehmend Interessen geleitet.
  • Der Ausbildungsmarkt ist nach wie vor eng, weshalb Persönlichkeitsmerkmale bei der Bewerberauswahl entscheidend sind.Die Berufszufriedenheit steigt mit der inneren Zufriedenheit (Interessen und Begabungen leben zu können).

Das Unterrichtsmodul „ideas at work“ hat mehrere Phasen:

  1. SuS nehmen Ihre Interessen und Begabungen wahr
  2. SuS führen ein eigenständiges Projekt durch – „Erfolgreich zu sein, setzt zwei Dinge voraus, klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen“ (J.v. Goethe)
  3. Die SuS und ihr Projekt werden wahrgenommen und wertgeschätzt
  4. Projektauswertung: Welche Erfahrungen und Kompetenzen konnten durch das Projekt gesammelt werden? Was bedeutet dies für die Berufsorientierung? - „Es ist wichtig, dass ich weiß, wozu ich etwas mache!“

In dem Workshop erlebten die TN unter Anleitung von Frau Trauvetter-Giancotti die Wirkung der Methode „Lupenblätter“. Hierbei handelt es sich um ein strukturiertes Verfahren, welches Erlebnisse aus dem

  • privaten, familiären, biographischen Bereich 
  • Freizeitbereich
  • schulischen, beruflichen (z.B. Ferienjobs, Praktika etc.) Bereich

zunächst sehr detailliert in den Blick nimmt. Auf dieser Basis werden die jeweils sichtbar werdenden Kompetenzen, Stärken, Begabungen, Ressourcen benannt.

In einem weiteren Schritt wird reflektiert, inwiefern diese Stärken, Begabungen, Kompetenzen gefestigt sind bzw. zum sicheren Handlungsrepertoire gehören.

Diskussionsthemen / wichtige Fragen / Ergebnisse:

  • Das Herausarbeiten von Stärken/Ressourcen benötigt Zeit.
  • Bei diesem Unterrichtsmodul handelt es sich nicht um eine aufgrund von erhobenen Daten durch andere gegebene Rückmeldung (wie z.B. beim Potenzialcheck/Kompetenzscheck), sondern vielmehr steht bei „Ideas at Work“ der Prozess der Selbstreflexion, der Würdigung anderer und der Würdigung eigener Kompetenzen, Stärken, Ressourcen im Vordergrund. Diese werden dadurch handlungsorientiert abrufbar.
  • Ideas at work begleitet SuS bewusst längerfristig.
  • Ideas at work ist handlungsbezogen: Wo zeigt es sich, dass jemand diese Stärke, Begabung, Ressource hat?
  • Das gemeinsamen Benennen und Betrachten von Ressourcen, Stärken, Begabungen hat positive Auswirkungen auf den Gruppenprozess.
  • Es findet eine Würdigung statt. Andere werden zudem nochmals intensiver kennengelernt.
  • Das Benennen von Stärken/Ressourcen in einer Gruppe fördert zum einen vielseitige Blickwinkel zutage zum anderen entsteht eine Atmosphäre der Wertschätzung

E-Mail: tgiancotti@t-online.de 

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